Teatro Real

1831 wurde mit dem Bau des Teatro Real, dem königlichen Theater, begonnen. Wegen Geldmangel mussten die Bauarbeiten immer wieder unterbrochen werden und erst 1850 wurde das sechseckige Opernhaus an der Plaza de Oriente fertig gestellt und von Königin Elisabeth II. eröffnet. Das schlichte, klassizistische Bauwerk wurde im 20. Jahrhundert für Jahrzehnte geschlossen, da das Grundwasser am Fundament zehrte und somit das Gebäude langsam verfiel und ein Einsturz drohte. Heute ist das Teatro Real eine der technisch und akustisch besten Bühne, da es Ende des 20. Jahrhunderts aufwendig renoviert worden war. Um ein harmonisches Bild abzugeben, wurde die, aus fünf Torbögen bestehende, Hauptfassade in dem selben grauen Granit verbaut wie das Palacio Real. Das hochmoderne Opernhaus konnte, unter der Leitung des Intendanten Garcia Navarro, in der Spielzeit 1997/98, wieder eröffnet werden. Bis zu 1.700 Besucher finden in dem prächtigen Hauptsaal Platz. Die beste Sicht auf die Bühne hat man von der königlichen Loge aus.

Viele bedeutende Opernkünstler finden immer wieder den Weg auf die Bühne des Teatro Real. Von Konzerten des Sinfonieorchesters, über Operetten bis hin zu Ballet reicht das bombastische Programm. Von Januar bis Juli geht die Opernspielzeit und sogar Montserrat Caballé trat in den großen Opern auf. Für das leibliche Wohl sorgt im Teatro Real ein schönes Cafe-Restaurant. In den Cafés "El Opera" und "Café del Real" verbringen die Schauspieler, Tänzer und Künstler ihre Pausen nach den Proben. Außerhalb des Programms ist eine Besichtigung des Teatro Real für theaterinteressierte Besucher möglich. Auf Grund des anspruchsvollen Programms ist das Opernhaus stets gut besucht und es empfiehlt sich Karten vorzubestellen.