Puerto de Alcala
Eines der Wahrzeichen von Madrid ist die Puerto de Alcala. Sie befindet sich an der Plaza de la Independencia, dem Unabhängigkeitsplatz und in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs zum Retiro-Park. Ihren Namen erhielt sie, weil sich hier früher die Stadtgrenze befand und in Richtung Alcala de Henares die Landstraße begann. An der Stelle, an welcher heute die Puerto de Alcala steht, befand sich vorher ein Torbogen mit zwei kleinen Türmen, welcher in einem zerfallenen Zustand war. Karl III. gab den Bau in Auftrag um diesen zu ersetzten. Francesco Sabatini entwarf 1774 den Plan und beendete den Bau des Monuments 1778. Es wurde im klassizistischen Stiel und wie ein großer, römischer Triumphbogen konzipiert.
Das Tor ist 19,5 Meter hoch und besteht aus fünf Torbögen, in denen sich früher Gitter befanden, welche als ursprüngliche Tore dienten. An beiden Seiten gleich sind die mittleren Bögen, auf der zur Stadt hin zeigenden Außenseite sind zehn Säulen mit ionischen Kapitells gesetzt worden. Auf der Innenseite befinden sich Pilaster. Die Gedenktafel mit der Inschrift "Regio Carlo III, anno MDCCLXXVIII", befindet sich ebenso auf beiden Seiten des Tores. Roberto Michels meißelte die, an den Scheiteln der Mittelbögen angebrachten, Löwenköpfe sowie die Füllhörner an den Seitenwänden. Die verschiedenen Verzierungen, wie militärischen Trophäen, das Wappen mit den königlichen Waffen und die auf den Giebelzinnen befindlichen Kindergruppen und Siegestrophäen wurden von Francisco Gutierrez gefertigt. Noch heute kann man die Einschlaglöcher eines Kanonenhagels, aus dem Jahre 1823, sehen. Heute ist die Puerto de Alcala das berühmteste und bekannteste Bild Madrids.