Puerta del Sol

Eine der bekanntesten und meist besuchten Plätze Madrids ist die Puerta del Sol. Einen der Zugänge einer Einfriedung, welche Madrid im 15. Jahrhundert umgab, stellt sie ursprünglich dar.

Damals schmückte das Abbild einer Sonne die Eingangspforte der Puerta del Sol, wo diese auch ihren Namensursprung findet. Weil der Eingang nach Osten, also in Richtung Sonnenaufgang ausgerichtet war, wurde sie so positioniert. Das mittelalterliche Stadttor, auch Sonnentor genannt wurde zusammen mit der historischen Stadtmauer abgerissen. Durch den Bau des Casa de Correos, dem Postamt, wurde die Struktur des heutigen Platzes gelegt. Seit dem 31. Dezember 1962 wird in der Silvesternacht durch 12 Glockenschläge, mit der auf dem Turm des Casa de Correos befindlichen Uhr, das neue Jahr eingeläutet.
Sein heutiges Aussehen wurde dem Platz durch die komplette Umgestaltung zwischen1857 und 1862 verliehen. 1959 wurde das Zentrum des Platzes mit Bepflanzungen und Brunnenanlagen geschmückt. 1986, mit der letzten Umgestaltung, wurde die Fußgängerzone deutlich erweitert. Damit sich ein harmonisches Bild ergibt, haben alle Gebäude eine ähnliche Struktur und cremefarbene Fassaden.
Die sechs Hauptnationalstraßen Spaniens, die sich sternförmig über das gesamte spanische Festland erstrecken sind durch einen Null-Kilometerstein gekennzeichnet. Carlos III war seinerzeit Bürgermeister und auch an der Gestaltung des Platzes beteiligt. Hierfür verewigte man ihn mit einem gusseisernen Reiterstandbild. Große Kaufhausketten verdrängen immer mehr die kleineren Geschäfte, aber es konnte sich einige traditionelle Läden am Puerta del Sol halten, wie beispielsweise das Casa de Diego, welches seit 1858 Regenschirme verkauft, im Sommer aber das Sortiment auf Fächer wechselt. In der heutigen Zeit wird die Puerta del Sol durch hunderttausend von Besuchern täglich besucht.